Made in Bremen: Store in der Stadtwaage

Was als Messe für Produkte, Kunst und Literatur aus Bremen und umzu begann, wird nun für sechs Wochen sesshaft: Ab dem 14. November 2020 wird Made-in-Bremen in die historische Bremer Stadtwaage einziehen und dieser eine gehörige Portion Leben einhauchen.

„Nichts könnte besser zu dieser ur-bremischen Handelsadresse passen als ein Showroom für die Erzeugnisse und die Kreativität der Region“, so die Projektinitiatorin Julia Schulze-Windhoff. Zusammen mit ihren Partnern Stevie Schulze und Florian Wolff arbeitet sie seit über einem Jahr an dem Projekt Made in Bremen. Die für März als große Messe geplante Veranstaltung wurde corona-bedingt zwar auf 2021 verschoben, aber neue Wege taten sich auf: Das Projekt hat sich als Schnittstelle zwischen hiesigen Produktherstellern, Kreativen und der Wirtschaft etabliert. Digitales Marketing sowie die erfolgreiche Durchführung der „Heimat Shoppen“-Aktion im September in der Bremer Innenstadt erzeugten so viel Nachfrage, dass nun in Zusammenarbeit mit Johann Christian Jacobs, dem Besitzer der Bremer Stadtwaage, ein Store-Konzept umgesetzt werden kann.

“Die Stadtwaage und regionale Anbieter aus Bremen und umzu gehören seit Jahrhunderten zusammen. Wir freuen uns daher auf die Vorweihnachtszeit mit Made in Bremen in der Stadtwaage.“

„Bei dieser Zwischennutzung stehen fast 400 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, sodass wirklich ein repräsentativer Querschnitt der Schaffenskraft der Region gezeigt werden kann“, freut sich Stevie Schulze. Und der Platz wird auch benötigt: Handwerk, Kunst, Kulinarisches und Literarisches aus der Bremer Region sollen in den repräsentativen Räumen zum Einkaufen einladen. „Die regionale Identität der Produkte geht Hand in Hand mit dieser Top-Adresse im Herzen der Bremer City“, ist Florian Wolff überzeugt. Außerdem sei der Zeitpunkt ideal, um das Potential der kaufintensiven Vorweihnachtszeit und die Synergieeffekte des Weihnachtsmarkts voll auszunutzen.

Lüder von Bentheim entworfene Gebäude nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufbaute. Der denkmalgeschützte Sandsteinbau war einst Waage und Zollstation für die nach Bremen einfahrenden Händler, bevor diese dann ihre Waren auf dem Bremer Markt anboten. Zuletzt beherbergte es die Bremer Kammerphilharmonie.

Die Nutzung als Showroom und Store durch Made-in-Bremen wird jedoch nicht nur kommerziellen Aspekten gerecht. Es gehe auch darum – darüber sind sich Veranstalter und Vermieter einig –kulturellen Spielraum zu schaffen. Die flankierende Ausstellung hiesiger Künstler, begleitende Musik- und Showeinlagen, Bücher von lokalen Schriftstellerinnen und Schriftstellern sowie der künstlerische oder design-orientierte Charakter vieler angebotener Erzeugnisse haben den Anspruch, auch in dieser Beziehung zu zeigen, was die Region zu bieten hat. Sowohl den Bremerinnen und Bremer als auch den Besuchern der Hansestadt.
Made in Bremen:

Vom 14. November bis zum 31. Dezember, Montag bis Samstag, 11 bis 19 Uhr in der Stadtwaage Bremen, Langenstraße 13, 28195 Bremen.

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